Katze im Baum oder Hund in verschlossener Wohnung: Die Arbeit der Feuerwehr beschränkt sich längst nicht mehr darauf, Brände zu löschen.

Die Feuerwehr muss immer häufiger Tiere aus Gefahren retten. Wie reagiert eine verängstigte Katze oder ein Hund? Wie kann ein Feuerwehrkamerad auf das Tier reagieren? Diese und andere Fragen wurden beim gemeinsamen Zugdienst, des ersten und zweiten Zuges der Feuerwehr Amelinghausen, geduldig von Kristine Hedder, von der Jägerschaft Lüneburg, und der Tierärztin Beate Hohnfeldt aus Amelinghausen beantwortet.

Frau Hedder und Frau Hohnfeldt hatten natürlich ihre beiden vierbeinigen Freunde dabei, so dass jeder Feuerwehrkamerad einmal an einem echten Hund üben konnte. Es wurden unter anderem Situationen veranschaulicht, wie man zum Beispiel einen Hund richtig trägt oder ihn von sich fernhält, so dass er nicht beißen kann. Auch eine Katze konnte als Gast im Feuerwehrhaus begrüßt werden. Es wurde gezeigt, wie man Katzen anfassen und tragen kann, ohne dass man sich Verletzungen zufügt. Tierärztin Hohnfeldt: „ein Katzenbiss kann infektiös sein und für einen Menschen kann so ein Biss sehr gefährlich werden“.

Wie reagiert ein Hund auf einen Atemschutzgeräteträger, der auf ihn zugeht? Auch dieses Verhalten wurde ebenfalls geübt. Hedder und Hohnfeldt merkten übereinstimmend an: „ jede Situation die für das Tier fremd ist, ist eine extreme Ausnahmesituation und man muss individuell handeln“. Auch der Eigenschutz der Feuerwehr geht vor. Die geübten und vorgestellten Beispiele haben den Kameraden gezeigt, wie man in schwierigen Situationen mit Tieren reagieren kann und im Notfall immer einen Tierarzt hinzuziehen.

Bericht: Tobias Engelmann, Stellv. GPW Amelinghausen

Bild: Tobias Engelmann, Stellv. GPW Amelinghausen

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Ausbildung der Feuerwehr Amelinghausen einmal anders