Endabrechnung für das Elbe-Hochwasser 2013: 5,16 Millionen Euro Einsatzkosten für den Katastrophenschutz

Knapp zwei Jahre nach dem Elbe-Hochwasser im Juni 2013 sind die Einsatzkosten für den Landkreis Lüneburg nun endgültig mit dem Land abgerechnet: Die Aufwendungen für den Katastrophenschutz-Einsatz beliefen sich auf rund 5,16 Millionen Euro, davon erhielt der Landkreis 3,9 Millionen Euro von Land und Bund zurück.

Das berichtete die Kreisverwaltung am Montag (13. April 2015) im Ausschuss für Feuer-, Katastrophenschutz und Ordnungsangelegenheiten.

„Den Löwenanteil an den Kosten machten mit 68 Prozent die Ausgaben für Material, Geräte und Dienstleistungen aus“, berichtete Sonja Sachse vom Fachdienst Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz den Ausschussmitgliedern, „rund 18 Prozent entfielen auf Löhne und Gehälter von Helferinnen und Helfern, die von ihrem Arbeitgeber für den Katastrophenschutz-Einsatz freigestellt wurden.“

Kraftstoffe, Ersatz und Schäden Dritter, Fahrtkosten, Verpflegung sowie die Entsorgung von Materialien nach dem Hochwasser verursachten die übrigen 14 Prozent der Kosten.
Zu den Einsatzzahlen des Rettungsdienstes berichtete Fachdienstleiter Mirko Dannenfeld: „Insgesamt hatten wir im vergangenen Jahr 30.512 Einsätze, das ist leichte Steigerung von 1,2 Prozent gegenüber 2013.“ Die Notärzte im Landkreis Lüneburg wurden zu 4.591 Einsätzen gerufen.

Ebenfalls Thema im Ausschuss war die Verkehrsunfallstatistik, die Polizeihauptkommissar Andreas Dobslaw von der Polizeiinspektion Lüneburg vorstellte.
Im Rahmen der Sitzung besichtigten die Ausschussmitglieder die Räume der neuen Kooperativen Leitstelle, die der Landkreis gemeinsam mit der Polizei Ende August 2015 beziehen wird. Insgesamt 17 Einsatzleitplätze werden dort zur Verfügung stehen, davon vier für den kommunalen Zuständigkeitsbereich – also Notrufe für Feuerwehr und Rettungsdienst, die über die Rufnummer 112 eingehen.

„Weitere vier Plätze können wir bei größeren Schadenslagen aktivieren“, so Fachdienstleiter Mirko Dannenfeld. Der Landkreis beteiligt sich mit 900.000 Euro an dem Projekt.

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Bericht: Pressestelle LK Lüneburg
Bild: Feuerwehr Amelinghausen

Endabrechnung für das Elbe-Hochwasser 2013