Kreisfeuerwehr Lüneburg zog Bilanz in Amelinghausen und erinnerte an die Brandkatastrophe in der Lüneburger Heide vor 40 Jahren

Gäste aus Rat, Verwaltung, Führungs- und Einsatzkräfte der 95 Feuerwehren des Landkreises Lüneburg, sowie befreundeter und benachbarter Landkreise und auch Landrat Manfred Nahrstedt konnte Kreisbrandmeister Torsten Hensel bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Kreis-Feuerwehr des Landkreises Lüneburg, in der bis auf den letzten Platz gefüllten Lopautalhalle in Amelinghausen begrüßen.

Doch zunächst erinnerte der Kreisbrandmeister an den Sommer 1975. Dieser sollte in die Geschichtsbü-cher der Feuerwehren eingehen. Im August vernichteten Feuer in der Lüneburger Heide sowie im Wend-land über 8000 Hektar an Wald-, Moor- und Heideland. Bei der bis dahin größten Brandkatastrophe in der Bundesrepublik Deutschland kamen sieben Menschen ums Leben.

„Wir haben bis heute meist nur Glück gehabt!“, so der Kreisbrandmeister weiter. Die Fahrzeuge sind mehr und besser geworden, das Katastrophenmanagement ist optimiert worden. Die Erfahrungen haben gezeigt, daraus die Lehren zu ziehen, nicht zuletzt ein Verdienst auch des Flugdienstes.
In seinem Jahresbericht ging Hensel zunächst auf die allgemeine Personalsituation bei den Feuerwehren ein.

„Es wird immer schwieriger Führungskräfte zu finden“, so der Kreisbrandmeister. “Immer weniger Be-triebe sind bereit unter der Woche, Ihre Angestellten zu Einsätzen freizustellen. Es wird nicht einfacher“, so Hensel weiter.

In 2015 sind die Einsatzzahlen mit 1127 leicht rückläufig gewesen, das sind 189 weniger als in 2013. Bei 27% Brandeinsätze entstand ein Schaden von rund 3.89.000,– €. Dem gegenüber stehen jedoch durch die ehrenamtlich tätigen Feuerwehren, eine Summe von ca. 25,1 Mio € an erhaltenen Werten.

Bei technischen Hilfeleistungen, wie z.B. Verkehrsunfällen, konnten insgesamt 369 Personen gerettet wer-den. Leider macht die Anzahl der Fehlalarme mit 22% einen immer größer werdenden Anteil am Einsatzge-schehen aus. Insgesamt war 2013 aber ein eher „ruhiges“ Jahr für die Feuerwehren im Landkreis.

Viel Geld wurde im vergangenen Jahr von Rat und Verwaltung in den Kauf von neuen Fahrzeugen oder den Um-bzw. Ausbau von Feuerwehrhäusern gesteckt. Aber auch hier geht es stellenweise nicht ohne Eigenleistung. So steckte die Feuerwehr Barum bis heute ca. 3.000 Stunden in die Modernisierung Ihre Feuerwehrhauses.

Aber auch die größte Feuerwehr kommt nicht ohne Nachwuchswerbung aus. Im Landkreis sind derzeit 67 Jugendfeuerwehren aktiv. Dennoch mußte u. A. in Heiligenthal trotz massiver Nachwuchswerbung der Be-trieb der JF eingestellt werden. Großer Dank ging hier vom KBM eindeutig an die Betreuer und Mitarbeiter in der kreisweiten Nachwuchsarbeit.

Im Ausblick auf 2015 wurde festgestellt, das der Umzug der „neuen“ kooperativen FEL für den 24. 08. 2015 geplant ist. Dann soll der Start des Einsatzbetriebes beginnen, der mit ca. 900.000 € vom Landkreis geför-dert wurde.

Der „Tag des Ehrenamtes“ fällt in 2015 auf den : 28. 11.
Geehrt und befördert wurde natürlich auch :
Zunächst wurde Mandy Knorr von Landrat Manfred Nahrstedt eine Urkunde für Ihre ehrenamtliche Tätigkeit übergeben. Es erfolgten Verabschiedungen und Ernennungen zur Tätigkeit in der Kreisfeuerwehr.

Letztlich wurden mehrere Kameraden befördert.
Bei den Wettbewerbsrichtern :

Wettbewerbsrichter HFM Jens Kayser zum LM.
Bei der Kreisjugendfeuerwehr der stellv. Kreisjugendfeuerwehrwart HLM Matthias Knaack zum BM.

In den Kreisfeuerwehrbereitschaften :
Bereitschaftsführer KFB 2 HBM Volker Gätjens zum EHBM Stellv. Bereitschaftsführer KFB 2 OBM Ralf Harst zum HBM
Stellv. Bereitschaftsführer KFB 1 BM Andreas Rund zum OBM
Zugführer Fachzug Wassertransport 1 der KFB 1 BM Torsten Dittmer zum OBM

Zugführer ABC-Zug der KFB 2 HLM Daniel Weber zum BM

Stellv. Zugführer ABC-Zug der KFB 2 OLM Andreas Paulisch zum HLM
Und letzlich wurde der neue stellv. GemBM der Samtgemeinde Bardowick OLM Sascha Wenzl zum HLM befördert.

Fast mit einem neuen Rekord, wurde die Versammlung um 11.11 Uhr vom KBM geschlossen, nicht ohne auf die Einladung zur Teilnahme an dem Mittagsessen aus dem Verpflegungszug des Landkreises hinzuweisen.

Kreisfeuerwehr Lüneburg zog Bilanz in Amelinghausen.