Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr mit besonderer Ehrung für Burkhard Jäkel

2 Großbrände in der Samtgemeinde Amelinghausen forderte die Feuerwehr im Jahr 2013

Sü.Amelinghausen. „Die Feuerwehren der Samtgemeinde Amelinghausen wurden im vergangenen Jahr zu 122 Einsätzen gerufen, es war ein ereignisreiches Jahr“, so Gemeindebrandmeister Henning Brockhöft auf der Jahresversammlung des Gemeindekommandos. Insgesamt sind in den Feuerwehren 653 Männer, Frauen und Jugendliche organisiert. „Der Altersdurchschnitt liegt bei der Einsatzabteilung bei unter 40 Jahren und das ist gut so“ berichtet Brockhöft weiter.

Zwei Großeinsätze hob er besonders hervor, einmal war in der Schule Amelinghausen im Dachstuhl ein Schwelbrand ausgebrochen und in einer Nacht im Juni brannte der Raiffeisenmarkt in Amelinghausen ab. Bei diesem Großbrand wurden 55 Feuerwehrleute unter Atemschutzgeräten eingesetzt. „Da im Landkreis Lüneburg wegen des gleichzeitigen Elbehochwassers nicht genügend Einsatzkräfte verfügbar waren, haben wir die Feuerwehr Salzhausen aus dem Nachbarlandkreis Harburg zur Hilfe gerufen, die Zusammenarbeit klappte hervorragend“ berichtet der Gemeindebrandmeister Brockhöft.

Besondere Anschaffungen waren im vergangenen Jahr die Feuerwehr Drehleiter in Amelinghausen, ein Löschgruppenfahrzeug und ein VW Bus für die Feuerwehr Drögennindorf.

Bürgermeister Helmut Völker bedankte sich herzlich bei den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz, „das ist vorbildlich, was geleistet wird“. Völker nahm aber auch zu der möglichen Umwandlung von Samtgemeinde in Einheitsgemeinde Stellung. „Es bleiben alle 9 Ortsfeuerwehren erhalten, egal ob Samtgemeinde oder Einheitsgemeinde“ so der Bürgermeister. Auf Nachfrage der Presse fügte Völker allerdings hinzu: ob bei einem Fortbestand der Samtgemeinde gerade bei kleinen Wehren für vorbildliche Ausstattungen das Geld noch so verfügbar sein wird, bleibt fraglich. Gerade bei den vielen anderen Aufgaben, die immer wieder neu von der Samtgemeinde, oder dann Einheitsgemeinde, zu leisten sind, bei weniger Einwohnern und einer ganz schwachen Finanzkraft. Wir brauchen auch die Einsparungen einer Einheitsgemeinde, um für die Feuerwehrinvestitionen finanziellen Freiraum zu haben. In letzter Zeit wurden den Feuerwehren vom Land Niedersachsen einfach so Gelder genommen, und zwar Anteile aus der Feuerschutzsteuer für Investitionen in die neue Landesfeuerwehrschule in Celle und Scheunen. Und das, obwohl diese Feuerschutzsteuer unmittelbar den Kommunen zusteht.

Die Wichtigkeit des Atemschutzes bei Feuerwehreinsätzen unterstrich der Beauftragte Uwe Rahlfs. „In allen 9 Ortsfeuerwehr sind Atemschutzträger ausgebildet, insgesamt verfügen wir in der Samtgemeindefeuerwehr über 105 Atemschutzträger“ so Rahlfs. Die Wichtigkeit zeigte sich auch bei den beiden oben erwähnten Großeinsätzen. Eine regelmäßige Ausbildung der Feuerwehrleute ist hier unbedingt erforderlich und wird auch durchgeführt. Die Atemschutzträger haben zusammen 440 mal die Geräte zu Einsatz- und Übungszwecken getragen.

Auf Unfälle mit gefährlichen Stoffen und Gütern ist die Feuerwehr vorbereitet. Eine Gruppe von 23 freiwilligen Feuerwehrleuten um Marco Pallme bildet sich hier regelmäßig weiter. „Sie werden speziell im Umgang und Tragen der Chemie-Schutz-Anzügen ausgebildet und trainiert“ so der Gefahrgutgruppenführer Pallme. In der Ausbildung, Anschaffung von Geräten und auch im Einsatz wird eng mit den benachbarten Feuerwehren aus den Samtgemeinde Ilmenau und Gellersen zusammengearbeitet. Hier hat sich die Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ) bewährt.

Für die Jugendfeuerwehr war das Kreiszeltlager im Sommer im Lopautal in Amelinghausen das alles überragende Ereignis. „Dieses Zeltlager wurden von allen Teilnehmern gelobt“ so Jugendwart Henning Witthöft.

Gemeindebrandmeister Brockhöft ernannt für 3 weitere Jahre Burkhard Jäkel zum Sicherheitsbeauftragten, Joachim Rörup und Jörg Mügge zu Kleiderwarten, Tobias Engelmann zum stellv. Pressewart, Marco Pallme zum Gefahrgutgruppenführer, Christian Düsterhöfft zum Kommunikationsgruppenführer und Torben Schippers zum Zugführer des 4. Zuges innerhalb der Samtgemeindefeuerwehr.

 Ehrennadel der Feuerwehrunfallkasse in Gold für Burkhard Jäkel.

Die Verdienste von Burkhard Jäkel in der Feuerwehr sind vielfältig. Besonders liegt ihm die Sicherheit in der Feuerwehr am Herzen. Seit 1987 ist er in der Ortsfeuerwehr Drögennindorf Sicherheitsbeauftragter, seit 1993 auch in der Gemeindefeuerwehr der Samtgemeinde Amelinghausen  für die Sicherheit zuständig und ab 1996 auch Kreissicherheitsbeauftragter im Landkreis Lüneburg. „Für diese besonderen Verdienste um Sicherheit, Gesundheit und Menschenleben verleiht ihm die Feuerwehrunfallkasse die Ehrennadel in Gold“, sagte Bürgermeister Völker in seiner Laudatio. Diesem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Bürgermeister Helmut Völker gratuliert Burkhard Jäkel zur Ehrennadel in Gold der Feuerwehrunfallkasse gemeinsam mit Kreisbrandmeister Torsten Hensel.
Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr